Warum das Redesign eines Softwareprodukts ein Risiko ist – und warum wir es trotzdem machen

Unser CEO Johannes Widmann im Interview: Über die Risiken beim Redesign unserer Scannerlösung und wie wir damit umgehen.

Frage: Seit kurzem rollt ihr nach und nach das Redesign der Scannerlösung autoscan aus – und wart dabei durchaus ein wenig nervös. Warum?

Johannes: Wir haben nicht nur das Design verbessert, sondern auch die Funktionen erweitert. Und das ist eine große Änderung, die Risiken mit sich bringt. Da ist ein wenig Nervosität nicht ungewöhnlich.

Wieso ist es ein Risiko, eine Softwarelösung zu verbessern?

Na ja, man weiß nie genau, ob Userinnen und User die Änderungen akzeptieren. Nur weil wir finden, dass etwas besser ist, müssen sie das nicht genauso sehen.

Außerdem sind wir alle Gewohnheitstiere. Wer hat nicht schon mal geflucht, nachdem ein großes Windows-Update vieles veränderte? Es erklärt auch, warum ein Unternehmen wie Amazon so vorsichtig bei Änderungen ist – dort kann schon eine kleine, unbeliebte Anpassung sehr viel Geld kosten.

Außerdem sind wir alle Gewohnheitstiere. Wer hat nicht schon mal geflucht, nachdem ein großes Windows-Update vieles veränderte?

Wie geht ihr mit diesem Risiko um?

Ein wichtiger Grundsatz für uns ist: Die Oberflächen unserer Produkte autoscan und autosign sollen so einfach wie möglich sein und keine große Einführung benötigen. Und das war auch die Guideline beim Redesign von autoscan.

Klingt gut – aber wer sagt, dass die Userinnen und User mit den Änderungen tatsächlich gut zurechtkommen?

Sie selbst, denn wir haben alle unsere Änderungen bei ausgewählten Kunden vorab getestet. Dabei haben wir bewusst Kunden gewählt, die autoscan intensiv nutzen und erfahrungsgemäß gerne detailliertes Feedback geben.

Das Feedback aus diesen Tests war sehr positiv – das hat uns natürlich schon einmal beruhigt.

Außerdem haben wir rund 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Apps. Wir wissen also ziemlich genau, was Benutzungsfreundlichkeit in der Praxis bedeutet. Und auch wie wir mit technischen Risiken umgehen müssen.

Welche technischen Risiken gibt es bei so einem großen Update?

Bei einem großen Update ändert man viel an der technischen Basis. Da kann es schon passieren, dass man einen Bug einbaut, eine Schnittstelle nicht mehr funktioniert oder plötzlich Probleme mit einem der vielen ERP-Systeme auftreten, die wir unterstützen.

Unser Vorteil ist, dass wir sehr viel Erfahrung mit der Veröffentlichung von neuen Versionen haben. Wir veröffentlichen fast jede Woche einen Release. Dadurch haben wir einen perfekt funktionierenden Prozess.
Zusätzlich haben wir eine große Anzahl automatisierter Tests, die sicherstellen, dass uns vor der Veröffentlichung so gut wie kein Fehler durchrutscht.

Und wir achten generell darauf, dass unsere Software-Architektur sauber bleibt und unsere technologische Basis modern ist. Dafür sorgt vor allem unser „Mastermind“ Bernhard, der sich ständig mit neuen Technologien beschäftigt – aktuell natürlich auch intensiv mit KI-Entwicklungen.

„Zeit nehmen“ trifft es gut. Es war eine bewusste Entscheidung, diesem großen Update die Prio 1 zu geben.

Woher nehmt ihr die Zeit für so große Umbauten im Produkt?

„Zeit nehmen“ trifft es gut. Es war eine bewusste Entscheidung, diesem großen Update die Prio 1 zu geben. Das heißt nicht, dass wir alles andere gestoppt haben – aber manche Themen mussten eben hinter diesem Projekt zurückstehen.

What helps a lot is that we simplify and automate wherever possible: tests, deployments, releases, internal processes, how we handle support, and much more. That saves a lot of time.

Warum habt ihr der Scannerlösung autoscan überhaupt ein Facelift verpasst?

Wir haben mit der Chargenverfolgung ein großes neues Feature eingeführt. Dafür mussten wir ohnehin tief in die App eingreifen.

Da haben wir uns gedacht: Wenn wir schon umbauen, dann nutzen wir die Gelegenheit und verbessern gleich Dinge, die uns schon länger unter den Nägeln brennen.

Es war also keiner der sonst üblichen klassischen Gründe.

Was sind klassische Gründe für ein Redesign?

Typische Auslöser sind zum Beispiel veraltete Technologie, Sicherheitsvorfälle, zu hohe Wartungskosten, unglückliche Kunden oder ein Wettbewerber, der mit einer moderneren Lösung vorbeizieht.

All das war bei autoscan definitiv nicht der Fall.

If it ain’t broke, it can still be improved!

Was war dann der eigentliche Grund für das Redesign?

Wir wollen unsere Produkte ständig für unsere Kunden verbessern – und selbst auch stolz darauf sein. Das ist einfach unsere Qualitätsvorstellung.

Oder um einen altbekannten Spruch etwas abzuwandeln:
If it ain’t broke, it can still be improved!

Was ist autoscan?

autoscan ist eine mobile Scanning-Lösung, die den Arbeitsalltag im Lager deutlich vereinfacht. Mit dem schnellen Scan eines Bar- oder QR-Codes werden Prozesse effizienter, zuverlässiger und leichter handhabbar.

Die Android-App, entwickelt für moderne Geräte, unterstützt eine Vielzahl von Abläufen entlang der gesamten Prozesskette – vom Wareneingang über das Greifen bis hin zur Inventur und darüber hinaus.

Durch die nahtlose Integration in Ihr ERP-, Lager- oder Dealer Management System sorgt autoscan für durchgängige Prozesse und reduziert manuellen Aufwand spürbar.

Wenn wir schon von nahtloser Integration reden: Mit unserer E-Signatur-Lösung autosign können Kundinnen und Kunden Dokumente direkt vor Ort auf einem Tablet oder ortsunabhängig per E-Mail unterschreiben – genau dort, wo es am besten passt.